Nummer 3 - November 2008

IT Recovery News

The Business Continuity & Virtualisation Newsletter


Ist Hyper-V die richtige Wahl?

95 Prozent Marktanteil bei der x86-Server-Virtualisierung, klare Führungsrolle bei wichtigen Innovationen wie VMotion und eine besonders stabile Technologie:

Hyper-V
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VMware ist momentan der Platzhirsch im virtuellen Revier, aber schon zeigt sich ein neuer Rivale. Microsoft nimmt für sich nicht weniger in Anspruch, als zur rechten Zeit und mit den richtigen Tools eingestiegen zu sein. Und für Unternehmen, die bislang bei der Virtualisierung noch zögerten, hat Microsoft durchaus überzeugende Argumente für den Umstieg.

Generell wird wohl kaum ein Unternehmen, das gerade erst mit VMware virtualisiert hat, so bald auf einen anderen Anbieter umsteigen. Die allermeisten werden die bestehende Installation in den nächsten drei bis vier Jahren weiter nutzen. Ausnahmen bestätigen allerdings auch hier die Regel: So hat zum Beispiel die französische Modekette NafNaf bereits von ESX auf Hyper-V umgestellt.

Klar zeichnet sich auch der kommende Markttrend ab: Anbieter wie NetApp, Emulex, Sun, Citrix, DataCore, F5, Neverfail, LeftHand Networks und Double-Take Software kündigen bereits Hyper-V Unterstützung an. Microsoft kann sich auch hier auf seine massive Basis bestehender Installationen zurückgreifen. Was bedeutet das für VMware? Einige CIOs glauben, dass Microsoft wohl Probleme haben wird, den Entwicklungsvorsprung zu VMware aufzuholen. Anderen wiederum erscheint es logischer, ihre Microsoft Server auch mit Microsoft Programmen zu virtualisieren − alles aus einer Hand, lautet hier die Devise. Einige größere Unternehmen, haben bereits den Schritt Richtung Microsoft getan. Hier sind einige Gründe dafür:

1) Features
Hyper-V hat viele der Features von ESX. Virtualisierung ist in Windows Server 2008 bereits integriert, und im Oktober hat Microsoft Hyper-V Server vorgestellt, eine Standalone-Version von Hyper-V ohne das Betriebssystem. Das kommt VMware ESXi schon sehr nahe. Auch Live Migration, Microsofts Antwort auf VMware VMotion, wurde bereits vorgeführt. Das fertige Programm wird aber wohl erst mit der Release von Windows Server 2008 R2 verfügbar sein – irgendwann nächstes Jahr.

2) Kosten
Microsoft setzt all seine Hoffnungen darauf, VMware im Preiskampf zu schlagen. Nach Angaben des amerikanischen Beraters Clabby Analytics kostet eine Virtualisierung mit ESX dreimal so viel wie mit Hyper-V. Andere wiederum sind nicht dieser Ansicht: Eine größere Studie geht davon aus, dass der Return of Investment nicht so einfach zu berechnen sei, und schätzt die Kosten für beide Wettbewerber in etwa gleich ein.

3) Management-Funktionen
Am 21. Oktober kündigte Microsoft ein Programm an, auf das viele Kunden schon gewartet hatten: Virtual Server R2/ Hyper-V. System Center Virtual Machine Manager (SCVMM) heißt Microsofts Plattform für das Virtualisierung-Management – im Gegensatz zu VMware Virtual Center unterstützt SCVMM sowohl ESX als auch Hyper-V.

4) Alles aus einer Hand
Einig Kunden greifen zu Hyper-V, weil das den Support vereinfacht. Da sie bereits Microsoft Windows Server 2008 auf ihren Servern einsetzen, liegt es nahe, nur einen Vertragspartner für die gesamte Server-Technologie zu haben. Aber auch hier scheiden sich die Geister: Andere sehen es eher als Risiko an, auf diese Weise alles auf eine Karte zu setzen.

5) Backups
Backups sind ein kritischer Punkt und virtualisierten Umgebungen. Microsoft System Center Data Protection Manager ermöglicht ein virtuelles Server-Backup, ohne dass dafür Utilities anderer Anbieter nötig wären.

 

VMwares Fehlertoleranz hat ihre Grenzen

Fault Tolerance wurde als neues Feature von VMware auf der VMworld 08 in Las Vegas angekündigt, denn einige Anwender verlangten Systeme mit sehr hoher Verfügbarkeit. Bislang bedeutete Hochverfügbarkeit ein Failover von einem Server auf einen anderen im Falle einer Störung, allerdings mit einer Unterbrechung von einigen Sekunden. Fault Tolerance bedeutet, dass jederzeit eine vollständige Kopie eines virtuellen Servers vorliegt; jeder Event auf der einen Maschine wird sofort auf die zweite übertragen. Fällt einer der Server aus, kann der zweite sofort einspringen. Es tritt also keinerlei Unterbrechung auf. Damit gerät VMware in direkte Konkurrenz zu seinen eigenen Partnern: Double-Take, Stratus Technologies oder NEC, um nur einige zu nennen. Einige Anwender erklärten nach genauerer Betrachtung, Fault Tolerance sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, es fehle aber eine Reihe von Features, wie sie andere schon böten. So unterstützt VMware Fault Tolerance nur Maschinen auf ein und derselben Server-Farm, Double-Take GeoCluster dagegen ermöglicht echtes Remote-Failover, auch bei Wide-Area-Clustern, die sich aus physikalischen und virtuellen Servern zusammensetzen. Für Disaster-Recovery- und Business-Continuity-Konzepte ist dieser Unterschied aber ganz entscheidend.

Weiterführende Links:

Artikel aus Storage News Nr. 1

Geocluster im video

BREAKING NEWS

Double-Take Software nimmt als Partner an dem Magirus Event: "Virtualization on tour" in Wien teil. Sie beginnt am 03.12.2008 um 13:30 Uhr. Veranstaltungsort ist das WIFI Wien, Währinger Gürtel 97, 1180 Wien.

Alle verwendeten Warenzeichen sind Eigentum des jeweiligen Unternehmens.

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