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Interview: Christian Willis, Technical Director EMEA bei Double-Take Software
Mit GeoCluster bis zu 16 Nodes replizieren
Ein Fachmann für GeoCluster im Gespräch mit ITRecovery News: Christian Willis beantwortet Fragen zu Hochverfügbarkeit via LAN oder WAN und Load Balancing bei physikalischen und virtuellen Systemen in Microsoft Clustern.
Mit GeoCluster braucht man im Cluster kein Shared Storage mehr. Was ist der Vorteil daran?
Christian Willis: Damit eliminieren wir einen Single Point of Failure. Jeder Node greift auf seine eigene Festplatte zu oder den Plattenspeicher, mit dem er verbunden ist. Replikation in Echtzeit garantiert dabei Hochverfügbarkeit für jede Applikation im Cluster. Die Distanz zwischen den Nodes spielt dabei keine Rolle.
Braucht man auf jedem Node dieselbe Plattenkapazität?
Christian Willis: Das ist zu empfehlen, aber nicht zwingend. So lange jeder Node im Cluster eine angemessene Partitionsgröße erhält, kann man 500 GByte auf einem Node reservieren und 1 TByte auf dem anderen. Das funktioniert, so lange das Datenvolumen nicht über 500 GByte hinaus geht
Wie lange ist die durchschnittliche Downtime bei Umschalten zwischen zwei Remote Nodes mit GeoCluster?
Christian Willis: Etwa 30 Sekunden – genau so lange wie bei einer traditionellen Microsoft Cluster-Konfiguration. GeoCluster ist für schnelles Recovery ausgelegt und für Hochverfügbarkeit ohne Shared Storage. Das Programm bietet zusätzliche Redundanz und erlaubt die Bereitstellung hochverfügbarer Services über LAN oder WAN
Unterstützt das aktuelle Release von GeoCluster auch Hyper-V, den Hypervisor von Windows Server 2008?
Christian Willis: CeoCluster ist zu jeder unterstützten Microsoft-Cluster-Konfiguration kompatibel. Mit dem Support von Hyper-V in Windows Server 2008 ist eine schnelle Migration virtueller Workloads in einem Microsoft-Cluster möglich. Die Microsoft Management Console erlaubt überdies Load Balancing über alle Nodes im Cluster. Aktiv-aktive Echtzeit-Replikationsprogramme können MSCS Cluster mit bis zu 16 Nodes verwalten.
Welche neuen Features dürfen wir von den nächsten Versionen von GeoCluster erwarten?
Christian Willis: Wir haben bereits eine enge Integration mit MSCS-Services, und alles kann über die Microsoft Management Console verwaltet werden. Ein zusätzliches Feature könnte der Einsatz von Plattenspeicher sein, der von GeoCluster repliziert wird – anstatt der physikalischen Disk-Ressourcen von Microsoft. Erweiterte Monitoring-Funktionen werden in Zukunft vollständigere Reports über die Verfügbarkeit von Nodes liefern oder über die Replikation im Cluster.
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GeoCluster: ein paar simple Installations-Tipps
Mit Failover Cluster Services (FCS) unterstützt Windows Server 2008 nun Wide Area Clustering. Die Nodes eines Clusters können nun auch über verschiedene Standorte verteilt sein. Sie sind also nicht länger auf ein einzelnes LAN beschränkt. Allerdings verlangt das System von Microsoft nach wie vor, dass alle Nodes auf eine gemeinsame Shared Disk zugreifen. Diese ist aber ein Single Point of Failure. Double-Take GeoCluster macht diese Shared Disk überflüssig und garantiert Hochverfügbarkeit und schnelle Wiederherstellung im Störungsfall.
Mit GeoCluster greift jeder Node im Cluster auf seinen eigenen Datenspeicher zu. Dennoch ist die WAN-Performance sehr wichtig. Die Latenzzeit von Host zu Host kann mit einem einfachen Ping ermittelt werden und sollte nicht höher sein als 500 ms.
Mit einer einfachen Formel lässt sich die Daten-Transfer-Rate eines T1/E1-Links (1,5 MBit/s) abschätzen. Die nominale Transfer-Rate pro Stunde liegt also bei:
1,5 MBit/s = 187 KByte/s (/8)
187 KByte/s = 673 MByte/h (*3600)
Zieht man davon noch 10 – 15 Prozent für IP-Overheads und Netzwerk-Latenz ab, ergibt sich eine realistischere Abschätzung bei der Transfer-Rate. Diese liegt in etwa bei 572 bis 600 MByte pro Stunde.
Obwohl GeoCluster dies nicht ausdrücklich verlangt, ist es ratsam, für alle Nodes ähnliche (oder identische) Hardware einzusetzen. Dies gilt besonders beim Plattenspeicher. Auf diese Weise lässt sich vermeiden, dass bei einer Störung ein Anbieter die Schuld auf den anderen schiebt.
Als maximal Daten-Transfer-Rate sollte man 17 – 20 GByte pro Stunde einplanen, bei identischer Disk-Konfiguration auf jedem Node. 17 − 20 GByte pro Stunde ist die typische Schreib-Kapazität einer Festplatte, abhängig von der Systemkonfiguration.
In einem Cluster von mehr als zwei Nodes einen passiven Node zu finden, ist nicht ungewöhnlich – aber auch nicht nötig. Jeder Node kann einer spezifischen Anwendung zugeordnet werden, dabei sind alle Nodes aktiv. Double-Take GeoCluster arbeitet mit Microsoft Hyper-V zusammen und kann Applikationen im Cluster bei Bedarf verschieben. Die Double-Take Lösung gewährleistet Datenreplikation zwischen lokalen oder räumlich verteilten Servern im Cluster. |
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