Nummer 7 - xxx 2009

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VMware Heart Beat: eine Lösung auf der Suche nach dem Problem?

VMware lüftete bereits den Schleier von einigen Funktionen von vSphere, seinem Server der nächsten Generation. Unter den neuen Features, die im letzten Monat auf der VMworld Europe in Cannes vorgestellt wurden, ist Heart Beat 1.0, als Teil des Hochverfügbarkeits-Features für die Management Console.

VMware Heart Beat wirft eine Reihe von Fragen auf. Das Fehlen einer Heartbeat-Funktion wurde lange Zeit als Schwäche von VMware angesehen: Es gab keine Absicherung für den Server, auf dem die Management Console lief. Mit Heart Beat 1.0 kann die Console nun via LAN oder WAN geclustert werden, ganz gleich, ob sie nun auf einem physikalischen oder auf einem virtuellen Server gehostet ist. Damit wird Hochverfügbarkeit sicher gestellt. Da 90 Prozent aller VMware-Installationen von der Management Console abhängig sind, ist das schon ein deutlicher Schritt nach vorn. Gleichwohl gibt VMware aber zu, dass dieses Produkt nicht im eigenen Hause entwickelt wurde. Tatsächlich ist Heart Beat das Ergebnis einer exklusiven OEM-Vereinbarung mit Neverfail – exklusiv in dem Sinne, dass dieses Abkommen Neverfail verbietet, seine Lösung unabhängig von VMware anzubieten. Im Gegenzug wird VMware keine Kooperation mit anderen Anbietern von Heartbeat-Prgrammen vorantreiben oder unterschreiben – zum Beispiel Steeleye oder Double-Take.

Das hält den User natürlich nicht davon ab, nach Alternativen Ausschau zu halten …

Teuer – und begrenzt
… und das werden viele Kunden wahrscheinlich auch tun. Denn obwohl es eine Funktionslücke in VMware stopft – mit dem Vorteil, dass man nicht noch einen weiteren Anbieter auf der Liste hat – ist Heart Beat doch eine der teuersten Lösungen auf dem Markt. Die Preise beginnen bei 9999 Dollar, Lösungen von Drittanbietern wie Steeleye oder Double-Take gibt es dagegen schon für etwa 6000 Dollar. Hinzu kommt, dass die Software von Neverfail nur von einer begrenzten Zahl von Umgebungen unterstützt wird. Wer zum Beispiel vCenter mit einer Oracle Datenbank betreibt, muss sich nach einem andern High-Availability-Programm umsehen.
Mit seinem OEM-Schachzug riskiert VMware den Angriff auf das Ökosystem seiner eigenen Partner. Was die darüber denken, sieht man auf einem Double-Take Blog. In Wirklichkeit wird VMware wegen dieses Abkommens wohl kaum bei der Virtualisierungs-Absicherung alles auf eine OEM-Karte setzten. Trumpf wird bei VMware sein, was die meisten ESX-Lizenzen verkauft.

Damit dürfte Double-Take das beste Blatt haben. Denn neben einer umfassenderen und preisgünstigeren Absicherung von vCenter bietet Double-Take Software so ganz nebenbei auch noch Backup virtueller Workloads, plus Migration physikalischer und virtueller Workloads für Hochverfügbarkeit und Disaster Recovery und nicht zu vergessen: X2X Migration von Workloads, um mehr virtuelle Maschinen in kürzerer Zeit zu installieren. Zusammenfassend kann man dem Double-Take Blog also durchaus Recht geben: Wer Double-Take Suite mit Full-Server-Failover nutzt, ist gegenüber der VMware/Neverfail OEM-Lösung klar im Vorteil: Sie ist erstens preiswerter, zweitens sichert sie das ganze System (Betriebssystem, vCenter, Applikationen, Daten) in Echtzeit und drittens bleibt abzuwarten, ob eine OEM-Lösung wirklich einfacher zu installieren und zu handhaben ist.

 

Das hundertprozentig virtuelle Rechenzentrum kommt!

VMware, EMC und Cisco rückten auf der VMworld Europe 2009 ihr gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsprogramm für virtuelle Umgebungen ins Rampenlicht. Ziel ist die hundertprozentige Virtualisierung im Rechenzentrum. Auf dem Weg dorthin gilt es jede Ebene der Infrastruktur zu virtualisieren, einschließlich der Massenspeicher. Chad Sakac, EMC Vice-President und federführend bei der VMware Allianz, ist der Ansicht, dass die Konsolidierung von Rechenzentren auch vor dem Storage-Bereich nicht halt machen wird. Schließlich will man doch auch die Kosten für die Speicherung der ständig wachsenden Datenmengen in Grenzen halten. Hier Chad Sakacs Thesen im Video:

Scott Davis, Chief Datacenter Architect bei VMware, demonstrierte den Tagungsteilnehmern, wie die Plattform für das Rechenzentrum der Zukunft aussehen wird – mir ihren Infrastruktur- und Application-Services. Virtuelle Services, skalierbar und einfach zu verwalten, liefern die notwendige Flexibilität, um die Workloads auf verlässliche Art und Weise mobil zu machen. Wie wird die Migration zum virtuellen Datacenter-Betriebssystem vonstatten gehen? Welche Produkte und Technologien hat VMware in der Pipeline? Muss man sich über die Performance Sorgen machen? Die Antwort auf solche Frage liefert Scott Davis in diesem Video:

Chad Sakac, EMC VP, steuerte eine Präsentation mit einer Reihe von Fallstudien, Integrationsplänen und (virtuellen) Demos bei. Dabei konnte er überzeugend demonstrieren, wo die Vorteile eines vollständig virtualisierten Rechenzentrums liegen, besonders beim Schutz vor Datenverlusten. Chad Sakacs Schlussfolgerungen zeigt der folgende Link:

Breaking News

Webinar: Migration ohne Downtime? Entdecken Sie einen verbesserten Ansatz für die Migration von Workloads.
Termin: erste Maiwoche 2009
Dauer: Eine Stunde
Registrieren Sie sich hier für Vorab-Informationen
Double-Take Software bieten Ihnen einen Überblick über Double-Take Move, die neueste Entwicklung von Double-Take Software. Die Lösung unsterstützt Sie durch effiziente und flexible Konsolidierung Ihres Rechenzentrums. Ferner bietet sie eine einfache Migration Ihrer Daten oder ganzer Server in verschiedenen.
Szenarien: physikalisch zu virtuell (P2V), physikalisch zu physikalisch (P2P) oder virtuell zu virtuell (V2V). Bitte reservieren Sie meinen Platz.

Alle verwendeten Warenzeichen sind Eigentum des jeweiligen Unternehmens.

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