Die Evolution bei der Service-Continuity

Business Continuity war gestern. Service Continuity heißt das neue Pendant im anbrechenden Cloud-Computing-Zeitalter. Erschwingliche Replikationslösungen für alle Firmengrößen sind ein erster Schritt dorthin.
Der Weg in die Zukunft führt in eine Wolke aus gehosteten Infrastrukturen und Service Continuity. Der Disaster-Recovery-Plan steht; der nächste Schritt ist die private Cloud, die firmeneigene Sicherheits-Infrastruktur im Internet – und der Service-Continuity-Plan (SCP). Je nach Budget kann der SCP intern verwaltet werden oder von einem Dienstleister. Das kann der ISP sein oder ein im Bereich Cloud Computing führenden Anbieter wie etwa Amazon mit seiner EC2-Infrastruktur. Einführung und Betrieb eines IP-Netzwerks mit Service-Garantie ist nicht mehr länger auf Telekommunikations-Operatoren oder Fortune-500-Firmen beschränkt. Mit Echtzeit-Datenreplikation, Server-Virtualisierung und automatischem System-Recovery können auch kleine und mittlere Betriebe ihre eigenen gehosteten Backup-Systeme aufbauen. Die zunehmende Bewölkung braucht sich auch nicht mehr nur auf reine Business-Anwendungen zu beschränken: VoIP, Unified Communications, Kontext-abhängigen Sicherheits-Services – all das ist mit Cloud Computing möglich.
Recovery per Cloud
Richtungweisend zeigt sich Double-Take mit einer Kombination aus seinem Workload-Backup-Programm und der Recovery-Applikation über die Amazon-Cloud. Jede Änderung im Workload wird auf sicherem Wege und in Echtzeit auf eine virtuelle Plattform repliziert, gehostet in der EC2-Infrastruktur. Gibt es ein Problem mit dem Server, stellt die Echtzeit-Replikation sicher, dass nur die Daten einiger Sekunden Arbeitszeit verloren gehen. Ein schnelles System-Recovery hält die Auswirkungen auf die Produktion minimal. Ein Image des gesamten Systems – Daten, Applikationen und die Systemkonfiguration – ist in der Cloud gehostet. Dieses Image ist genau auf dem Status des Produktiv-Servers kurz vor seinem Ausfall.
„Wenn neue Anforderungen und neue Technologien aufkommen, dann sollte man sie zusammenführen, um Kosten zu sparen. Das macht die Technik erschwinglicher und für einen breiteren Markt verfügbar“, betont Sebastian Gas, Chef des Lyoner Systemintegrators Flowline. „Und Kosten sparen wollen doch alle Unternehmen, ganz gleich ob groß oder klein.“
Auch beim Recovery über das Internet muss ein Backup-System bereit stehen, aber Kosten entstehen eben nur dann, wenn dieses wirklich in Gebrauch ist. Die wichtigsten Geschäftsanwendungen können bei einer Störung innerhalb von Minuten oder Stunden wieder zur Verfügung stehen. Bis eine neue Server-Hardware ausgesucht, bezahlt und geliefert ist, können dagegen Tage vergehen.
Gerade kleine und mittlere Unternehmen, die nur über beschränkte Ressourcen verfügen, aber dennoch 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche online sein müssen, können nun auch per Cloud Computing hochverfügbar bleiben. Abgerechnet wird nach Nutzung. Man braucht also im Recovery-Fall nicht erst nach einem Hosting-Partner Ausschau zu halten.
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Kontinuierliches Wachstum bei On-Demand-Applikationen
Software as a Service (SaaS) und On-Demand-Angebote haben den Software-Markt revolutioniert. Markess International führte im ersten Quartal 2009 eine Studie zu diesem Thema bei 270 Unternehmen und 160 Providern durch. Danach setzen bereits 61 Prozent der Befragten SaaS und/oder On-Demand-Lösungen ein oder planen dies. Für 23 Prozent war SaaS kein Thema, oder sie antworteten mit „weiß nicht“. Typische Einsatzgebiete sind Business-Kommunikation, Personal, CRM und Marketing-Kampagnen. Bis zum Ende 2010 wird das größte Wachstum in den Bereichen CRM, Personal, Vertriebs- und Enterprise-Content-Management erwartet. Glaubt man Markess International, wird bei Storage und Backup ein Wachstum von 10 Prozent pro Jahr zu beobachten sein. |
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